Smartphone, Tablet und Computer gehören heute für viele Menschen ganz selbstverständlich zum Alltag. Für Menschen mit Behinderung können digitale Technologien jedoch weit mehr sein als Kommunikations- oder Unterhaltungsgeräte. Digitale Hilfsmittel können dabei helfen, selbstständiger zu leben, sich besser zu orientieren, zu kommunizieren, Termine zu organisieren und die eigene Umgebung zu steuern. Dabei muss es nicht immer eine teure Speziallösung sein. Viele hilfreiche Funktionen sind bereits in modernen Smartphones und Tablets integriert. Zusätzlich gibt es zahlreiche Apps und Softwarelösungen, die Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen im Alltag unterstützen können. In diesem Beitrag stellen wir praktische Beispiele vor und zeigen, für wen sie besonders interessant sein können. Digitale Unterstützung für mehr Selbstständigkeit Selbstbestimmung bedeutet auch, möglichst viele Dinge selbst entscheiden und erledigen zu können. Digitale Hilfsmittel können dabei eine wertvolle Unterstützung sein. Sie können beispielsweise helfen bei: der Organisation von Terminen Erinnerungen an Medikamente und Aufgaben Kommunikation und Unterstützter Kommunikation Navigation und Mobilität der Suche nach barrierefreien Orten der Suche nach barrierefreien Toiletten der Bedienung von Smartphone und Computer der Steuerung von Geräten im eigenen Zuhause der Kontaktaufnahme mit anderen Menschen oder Assistenzpersonen Welche Lösung sinnvoll ist, hängt immer von den individuellen Bedürfnissen ab. Das Smartphone als persönlicher Alltagshelfer Ein modernes Smartphone ist bereits mit zahlreichen Funktionen ausgestattet, die Menschen mit Behinderung unterstützen können. Sprachsteuerung Wer Schwierigkeiten hat, einen Touchscreen oder eine Tastatur zu bedienen, kann viele Funktionen per Sprache steuern. Zum Beispiel: „Rufe meine Assistenz an.“ „Erinnere mich morgen um 10 Uhr an meinen Arzttermin.“ „Schreibe eine Nachricht an …“ Dadurch können alltägliche Aufgaben einfacher und selbstständiger erledigt werden. Auch Apple bietet inzwischen zahlreiche integrierte Bedienungshilfen wie Sprachsteuerung, Schaltersteuerung, Live-Sprachausgabe und Blickerfassung an. Bildschirm vergrößern und Texte vorlesen Für Menschen mit Sehbehinderung können Funktionen wie Bildschirmzoom, größere Schrift, höhere Kontraste und Sprachausgabe hilfreich sein. Texte können teilweise automatisch vorgelesen werden. Dadurch lassen sich Webseiten, Nachrichten oder Dokumente leichter nutzen. Live-Untertitel Menschen mit Hörbehinderung können von automatischen Live-Untertiteln profitieren. Gesprochene Sprache wird dabei in Echtzeit als Text auf dem Bildschirm dargestellt. Apple bietet beispielsweise Live-Untertitel für verschiedene Geräte und Situationen an. Je nach Gerät, Sprache und Region können unterschiedliche Funktionen verfügbar sein. Barrierefreie Orte mit Wheelmap finden Eine besonders praktische Anwendung für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist Wheelmap. Die Plattform zeigt Informationen zur Zugänglichkeit von Orten und ermöglicht es, beispielsweise nach rollstuhlgerechten Restaurants, Geschäften, WCs, Kinos, Haltestellen oder anderen Einrichtungen zu suchen. Ein großer Vorteil: Nutzerinnen und Nutzer können selbst Informationen ergänzen und damit anderen Menschen helfen. Beispiel Herr Meier möchte mit seinem Rollstuhl ein Restaurant in einer ihm unbekannten Stadt besuchen. Mit Wheelmap kann er bereits vor der Fahrt überprüfen, welche Restaurants in der Umgebung als zugänglich eingetragen sind. Wichtig ist trotzdem, Informationen vor einem wichtigen Besuch zusätzlich zu überprüfen. Ein Eintrag in einer App kann veraltet sein oder nicht alle Details zur tatsächlichen Barrierefreiheit enthalten. Navigation und Mobilität Digitale Karten und Navigations-Apps können die Planung von Wegen deutlich erleichtern. Je nach Anwendung lassen sich Informationen zu folgenden Punkten finden: öffentliche Verkehrsmittel Haltestellen Aufzüge barrierefreie Einrichtungen rollstuhlgerechte Orte mögliche Routen Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen kann eine gute Vorbereitung entscheidend sein. Beispiel Frau Schneider möchte mit ihrem Elektrorollstuhl in die Innenstadt fahren. Sie überprüft vor der Fahrt die Haltestelle, den Aufzug am Bahnhof und das Ziel. So kann sie mögliche Hindernisse frühzeitig erkennen und ihre Fahrt besser planen. Wichtig: Digitale Angaben zur Barrierefreiheit sind nicht immer vollständig oder aktuell. Bei wichtigen Wegen sollte man deshalb zusätzlich beim jeweiligen Betreiber nachfragen. NaviLens – Orientierung für Menschen mit Sehbehinderung Eine interessante technische Lösung für die Orientierung ist NaviLens. Dabei werden spezielle, kontrastreiche Codes verwendet, die mit einem Smartphone erkannt werden können. Die Anwendung kann Informationen über Audio und Vibration vermitteln und wird unter anderem im öffentlichen Verkehr eingesetzt. NaviLens gibt an, dass die Technologie speziell für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelt wurde. Beispiel An einer Haltestelle befindet sich ein NaviLens-Code. Eine sehbehinderte Person kann ihn mit dem Smartphone erfassen und erhält Informationen über den Standort oder die Umgebung. Solche Systeme zeigen, wie digitale Technik dazu beitragen kann, öffentliche Räume zugänglicher zu machen. Be My Eyes – Unterstützung durch sehende Helfer Be My Eyes ist eine weitere interessante App für blinde und sehbehinderte Menschen. Die Anwendung verbindet Menschen mit Sehbehinderung mit sehenden Helferinnen und Helfern. Über die Kamera des Smartphones kann die Situation gezeigt werden, während die helfende Person beschreibt, was sie sieht. Be My Eyes ist kostenlos und für iOS und Android verfügbar; inzwischen gibt es auch eine kostenlose Windows-Version. Beispiel Eine Person möchte wissen, welche Farbe ein Kleidungsstück hat oder welche Informationen auf einer Verpackung stehen. Sie kann die Kamera auf den Gegenstand richten und Unterstützung erhalten. Be My Eyes bietet inzwischen zusätzlich eine KI-Funktion an, mit der Bilder beschrieben werden können. Seeing AI – Informationen mit der Kamera erfassen Auch Seeing AI kann Menschen mit Sehbehinderung unterstützen. Die Anwendung nutzt die Kamera und digitale Bilderkennung, um Informationen aus der Umgebung zugänglich zu machen. Dazu können beispielsweise Texte oder visuelle Informationen gehören. Solche Anwendungen können insbesondere unterwegs oder beim Umgang mit gedruckten Informationen hilfreich sein. Barrierefreie Toiletten unterwegs finden Wer auf eine barrierefreie Toilette angewiesen ist, möchte unterwegs möglichst zuverlässig wissen, wo sich die nächste geeignete Toilette befindet. Dafür gibt es verschiedene digitale Angebote. Toiletten für alle Die Initiative „Toiletten für alle“ richtet sich insbesondere an Menschen mit komplexen Behinderungen. Die dort erfassten Sanitäranlagen bieten über eine normale rollstuhlgerechte Toilette hinaus zusätzliche Ausstattung, beispielsweise eine höhenverstellbare Pflegeliege oder einen Lifter. Das kann für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf besonders wichtig sein. easyklo Auch easyklo bietet Informationen über barrierefreie Toiletten und kann bei der Suche nach geeigneten Standorten unterstützen. Wheelmate Wheelmate ist eine weitere Anwendung, die sich mit barrierefreien Toiletten und Parkmöglichkeiten beschäftigt und dabei auf Informationen aus der Community setzt. HandicapX Auch bei HandicapX finden sich Informationen zu barrierefreien Toiletten und deren Ausstattung. Der Euroschlüssel als Ergänzung Wer einen Euroschlüssel besitzt, kann von entsprechenden barrierefreien Toiletten profitieren, die mit einem Euroschloss ausgestattet sind. Digitale Toilettenfinder und der Euroschlüssel können sich deshalb sinnvoll ergänzen: Die App hilft dabei, einen geeigneten Standort zu finden, während der Schlüssel
Pflegende Angehörige entlasten – Welche Unterstützung gibt es?
Die Pflege eines Angehörigen ist für viele Menschen eine Herzensangelegenheit. Gleichzeitig bedeutet sie oft eine enorme körperliche, seelische und organisatorische Belastung. Termine koordinieren, Medikamente verwalten, Arztbesuche begleiten oder bei der Körperpflege unterstützen – all das kostet Zeit und Kraft. Damit pflegende Angehörige nicht dauerhaft überlastet werden, gibt es in Deutschland zahlreiche Unterstützungsangebote. Viele dieser Leistungen werden von der Pflegeversicherung übernommen und können den Alltag deutlich erleichtern. Die Herausforderungen pflegender Angehöriger Rund 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt – häufig durch Angehörige. Viele pflegen neben ihrem Beruf oder kümmern sich zusätzlich um Kinder und den Haushalt. Typische Belastungen sind: körperliche Erschöpfung psychischer Stress Schlafmangel fehlende Freizeit finanzielle Sorgen soziale Isolation Deshalb ist es wichtig, frühzeitig Unterstützung anzunehmen. Persönliche Assistenz Menschen mit Behinderung oder hohem Unterstützungsbedarf können durch persönliche Assistenz ein selbstbestimmtes Leben führen. Gleichzeitig werden Angehörige entlastet, da viele Aufgaben von qualifizierten Assistenzkräften übernommen werden können. Dazu gehören beispielsweise: Unterstützung im Haushalt Begleitung zu Arztterminen Hilfe bei Freizeitaktivitäten Unterstützung bei der Körperpflege Begleitung im Alltag So bleibt mehr Zeit für gemeinsame Momente als Familie, anstatt sich ausschließlich um die Pflege kümmern zu müssen. Ambulante Pflegedienste Ein ambulanter Pflegedienst übernimmt auf Wunsch medizinische und pflegerische Aufgaben direkt zu Hause. Beispiele: Medikamentengabe Wundversorgung Körperpflege An- und Ausziehen Kompressionsstrümpfe anlegen Dadurch können Angehörige Beruf, Familie und Pflege besser miteinander vereinbaren. Verhinderungspflege Auch pflegende Angehörige brauchen Urlaub oder werden selbst einmal krank. Die Verhinderungspflege ermöglicht es, dass eine Ersatzpflege organisiert wird, wenn die Hauptpflegeperson vorübergehend ausfällt. Beispiel Frau Schneider pflegt seit Jahren ihren Ehemann. Für eine Woche Urlaub übernimmt eine Ersatzpflegekraft die Betreuung. So kann sie neue Kraft tanken, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Kurzzeitpflege Nach einem Krankenhausaufenthalt oder in besonderen Situationen kann eine vorübergehende Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung sinnvoll sein. Die Kurzzeitpflege bietet eine zeitlich begrenzte Betreuung, bis die Versorgung zu Hause wieder möglich ist. Tages- und Nachtpflege Nicht immer ist eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung notwendig. Viele Pflegebedürftige besuchen tagsüber eine Tagespflegeeinrichtung und verbringen den Abend wieder zu Hause. Dort werden sie unter anderem: betreut, beschäftigt, medizinisch begleitet, verpflegt. Angehörige gewinnen dadurch Zeit für Beruf, Erledigungen oder Erholung. Entlastungsbetrag nutzen Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 haben Anspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag. Dieser kann beispielsweise eingesetzt werden für: Betreuungsangebote Haushaltshilfen Alltagsbegleitung anerkannte Unterstützungsangebote Viele Familien nutzen diese Leistung jedoch gar nicht, obwohl sie ihnen zusteht. Pflegekurse für Angehörige Pflegekassen bieten kostenlose Pflegekurse an. Dort lernen Angehörige unter anderem: rückenschonendes Arbeiten sichere Lagerung richtige Körperpflege Umgang mit Demenz Hilfsmittel richtig einsetzen Das vermittelt Sicherheit und erleichtert den Pflegealltag. Beispiele aus dem Alltag Beruf und Pflege vereinbaren Herr Müller arbeitet Vollzeit und pflegt seine Mutter. Ein ambulanter Pflegedienst übernimmt morgens die Grundpflege. So kann Herr Müller weiterhin arbeiten und weiß seine Mutter gut versorgt. Mehr Zeit für die Familie Familie Becker nutzt persönliche Assistenz für ihren erwachsenen Sohn mit Behinderung. Die Eltern gewinnen wieder Freiräume für gemeinsame Unternehmungen und können sich bewusst Zeit füreinander nehmen. Erholung ohne schlechtes Gewissen Während einer zweiwöchigen Reise wird die Pflege über die Verhinderungspflege organisiert. Nach dem Urlaub kehrt die pflegende Angehörige erholt zurück und kann die Betreuung mit neuer Energie fortsetzen. Unterstützung anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche Viele Angehörige glauben, sie müssten alles alleine schaffen. Doch wer dauerhaft über seine Grenzen geht, gefährdet die eigene Gesundheit. Unterstützung anzunehmen bedeutet nicht, Verantwortung abzugeben – sondern langfristig die bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Fazit Pflegende Angehörige leisten Tag für Tag einen unschätzbaren Beitrag. Damit sie diese Aufgabe langfristig bewältigen können, gibt es zahlreiche Unterstützungsangebote – von persönlicher Assistenz über ambulante Pflegedienste bis hin zu Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege und Beratungsangeboten. BPD24 begleitet Menschen mit Behinderung und ihre Familien auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben. Gemeinsam finden wir individuelle Lösungen, die den Alltag erleichtern und pflegende Angehörige spürbar entlasten. Denn gute Unterstützung hilft nicht nur den Pflegebedürftigen, sondern der ganzen Familie.
Der Euroschlüssel – Barrierefreie Toiletten in Deutschland und Europa einfach nutzen
Wer auf eine barrierefreie Toilette angewiesen ist, kennt das Problem: Nicht jede öffentliche Toilette ist frei zugänglich oder ausreichend ausgestattet. Genau dafür gibt es den Euroschlüssel. Er ermöglicht Menschen mit Behinderung den Zugang zu tausenden barrierefreien Toiletten in Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern. In diesem Beitrag erfahren Sie, wer den Euroschlüssel erhalten kann, wo er eingesetzt wird und wie Sie ihn beantragen. Was ist der Euroschlüssel? Der Euroschlüssel ist ein einheitlicher Schließzylinder-Schlüssel, der den Zugang zu barrierefreien Toiletten ermöglicht. Das System wurde entwickelt, damit diese Toiletten sauber, funktionsfähig und ausschließlich den Menschen zur Verfügung stehen, die sie wirklich benötigen. Heute können mit dem Euroschlüssel über 12.000 barrierefreie Toiletten in Deutschland und Europa genutzt werden. Wo kann der Euroschlüssel verwendet werden? Der Schlüssel öffnet barrierefreie Toiletten an vielen öffentlichen Orten, beispielsweise: Bahnhöfen Raststätten und Autobahnen Einkaufszentren Fußgängerzonen Museen Freizeiteinrichtungen Stadien Schwimmbädern Behörden Krankenhäusern öffentlichen Gebäuden Auch in zahlreichen europäischen Ländern – darunter Österreich, die Schweiz, Belgien und die Niederlande – wird das Euroschlüssel-System genutzt. Wer kann einen Euroschlüssel erhalten? Der Euroschlüssel richtet sich an Menschen, die dauerhaft auf eine barrierefreie Toilette angewiesen sind. In der Regel erhalten ihn Personen mit einem Schwerbehindertenausweis und bestimmten Merkzeichen oder entsprechenden gesundheitlichen Voraussetzungen, zum Beispiel: Merkzeichen aG (außergewöhnliche Gehbehinderung) Merkzeichen Bl (Blindheit) Merkzeichen H (Hilflosigkeit) bestimmte chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa Multiple Sklerose künstlicher Darmausgang (Stoma) künstliche Harnableitung vergleichbare gesundheitliche Einschränkungen Je nach persönlicher Situation kann auch ohne eines dieser Merkzeichen ein Anspruch bestehen. Wie beantragt man den Euroschlüssel? Die Beantragung ist unkompliziert. Benötigt werden in der Regel: eine Kopie des Schwerbehindertenausweises oder entsprechende medizinische Nachweise. Nach erfolgreicher Prüfung wird der Schlüssel per Post zugesandt. Was kostet der Euroschlüssel? Der Euroschlüssel ist gegen eine einmalige Gebühr erhältlich. Die Kosten umfassen den Schlüssel sowie häufig auch ein Verzeichnis beziehungsweise eine App mit den angeschlossenen Toilettenstandorten. Die App und das Toilettenverzeichnis Besonders praktisch ist das Toilettenverzeichnis. Es zeigt tausende Standorte barrierefreier Toiletten in Deutschland und Europa. Gerade auf Reisen oder bei längeren Ausflügen bietet dies mehr Sicherheit und ermöglicht eine bessere Planung. Beispiele aus dem Alltag Konzertbesuch Herr Becker besucht mit seiner persönlichen Assistenz ein Open-Air-Konzert. Dank des Euroschlüssels kann er die barrierefreie Toilette auf dem Veranstaltungsgelände problemlos nutzen. Familienurlaub Familie Schneider reist mit ihrer Tochter nach Österreich. Auf Raststätten entlang der Autobahn stehen barrierefreie Toiletten mit Euroschloss zur Verfügung – die Reise wird deutlich entspannter. Shopping in der Innenstadt Beim Einkaufsbummel entdeckt Frau Müller eine öffentliche barrierefreie Toilette. Mit ihrem Euroschlüssel erhält sie jederzeit Zugang, ohne auf Personal angewiesen zu sein. Warum ist der Euroschlüssel so wichtig? Für viele Menschen bedeutet der Euroschlüssel mehr als nur den Zugang zu einer Toilette. Er schenkt: mehr Selbstständigkeit, mehr Mobilität, mehr Sicherheit unterwegs, mehr Lebensqualität, mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Gerade Menschen mit persönlicher Assistenz oder hohem Unterstützungsbedarf profitieren davon im Alltag und auf Reisen. Fazit Der Euroschlüssel ist ein kleiner Schlüssel mit großer Wirkung. Er erleichtert Menschen mit Behinderung den Zugang zu barrierefreien Toiletten in Deutschland und vielen europäischen Ländern und trägt dazu bei, ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. BPD24 unterstützt Menschen mit Behinderung dabei, ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten. Denn echte Inklusion bedeutet auch, unterwegs jederzeit auf eine barrierefreie Toilette vertrauen zu können. Den Euroschlüssel erhalten Sie direkt beim Club Behinderter und ihrer Freunde (CBF) Darmstadt e. V.. Der Verein ist die offizielle Ausgabestelle für Deutschland und vertreibt den Schlüssel europaweit. Beantragung Club Behinderter und ihrer Freunde (CBF) Darmstadt e. V.Pallaswiesenstraße 123a64293 Darmstadt Telefon: +49 (0)6151 8122-0 Internet: CBF Darmstadt – Offizielle Website Direkt zum Euroschlüssel-Shop Für die Bestellung benötigen Sie in der Regel: eine Kopie Ihres Schwerbehindertenausweises (Vorder- und Rückseite) oder einen ärztlichen Nachweis, wenn die Berechtigung nicht aus dem Schwerbehindertenausweis hervorgeht. Hinweis: Den offiziellen Euroschlüssel können Sie direkt beim Club Behinderter und ihrer Freunde (CBF) Darmstadt e. V. beantragen. Dort erhalten Sie auch das Verzeichnis „Der Locus“ mit über 12.000 barrierefreien Toiletten in Deutschland und Europa.
Inklusion – Gemeinsam statt ausgeschlossen
Inklusion bedeutet, dass alle Menschen unabhängig von einer Behinderung, ihrem Alter oder anderen persönlichen Voraussetzungen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, selbstbestimmt zu leben, zu arbeiten und seine Freizeit nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Inklusion ist dabei mehr als Barrierefreiheit. Sie beschreibt eine Gesellschaft, in der Vielfalt selbstverständlich ist und niemand ausgeschlossen wird. Was bedeutet Inklusion? Der Begriff Inklusion stammt vom lateinischen Wort includere und bedeutet „einschließen“. Ziel ist es, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam leben, lernen und arbeiten – ohne besondere Hürden oder Ausgrenzung. Dabei geht es nicht darum, Menschen an bestehende Strukturen anzupassen. Vielmehr sollen die Strukturen so gestaltet werden, dass sie für alle zugänglich sind. Inklusion im Alltag Inklusion begegnet uns in vielen Lebensbereichen: Kinder mit und ohne Behinderung besuchen gemeinsam den Kindergarten oder die Schule. Arbeitsplätze werden barrierefrei gestaltet. Öffentliche Gebäude verfügen über Aufzüge, Rampen oder automatische Türen. Informationen werden in Leichter Sprache oder Gebärdensprache angeboten. Sportvereine und Freizeitangebote stehen allen Menschen offen. Busse und Bahnen ermöglichen einen barrierefreien Einstieg. Je selbstverständlicher diese Angebote werden, desto leichter können Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Beispiele für gelungene Inklusion Gemeinsam zur Schule Ein Kind mit einer körperlichen Behinderung besucht dieselbe Schule wie seine Freunde. Ein Aufzug, barrierefreie Toiletten und individuelle Unterstützung ermöglichen einen gleichberechtigten Schulalltag. Inklusive Arbeitswelt Ein Unternehmen beschäftigt Menschen mit und ohne Behinderung. Arbeitsplätze werden individuell angepasst, beispielsweise durch höhenverstellbare Schreibtische, technische Hilfsmittel oder flexible Arbeitszeiten. Freizeit ohne Barrieren Ein Rollstuhlfahrer besucht gemeinsam mit seiner Familie ein Konzert oder ein Fußballspiel. Barrierefreie Zugänge, reservierte Plätze und barrierefreie Sanitäranlagen sorgen dafür, dass alle das Erlebnis gemeinsam genießen können. Urlaub für alle Ein barrierefreies Hotel bietet rollstuhlgerechte Zimmer, stufenlose Wege und Hilfsmittel an. So können Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Familie oder Freunden verreisen. Inklusion und Assistenz Für viele Menschen ist persönliche Assistenz ein wichtiger Bestandteil eines selbstbestimmten Lebens. Assistenzkräfte unterstützen dort, wo Hilfe benötigt wird – beispielsweise: im Haushalt, bei der Arbeit, während der Ausbildung oder des Studiums, bei Arztbesuchen, bei Freizeitaktivitäten, auf Reisen. Die Assistenz ermöglicht es vielen Menschen, ihr Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, anstatt auf stationäre Einrichtungen angewiesen zu sein. Inklusion ist eine gemeinsame Aufgabe Inklusion gelingt nur, wenn Politik, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und die Gesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen. Oft sind es bereits kleine Veränderungen, die einen großen Unterschied machen: Barrieren abbauen Offen aufeinander zugehen Vorurteile hinterfragen Vielfalt als Bereicherung sehen Teilhabe aktiv ermöglichen Jeder Mensch kann dazu beitragen, dass Inklusion im Alltag selbstverständlich wird. Fazit Inklusion bedeutet, dass alle Menschen die gleichen Chancen auf Teilhabe erhalten – unabhängig von einer Behinderung oder anderen Einschränkungen. Sie schafft mehr Selbstbestimmung, stärkt das Miteinander und bereichert unsere Gesellschaft. BPD24 setzt sich dafür ein, Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben zu begleiten. Durch individuelle Unterstützung und persönliche Assistenz tragen wir dazu bei, dass Inklusion nicht nur ein Ziel bleibt, sondern im Alltag gelebt werden kann.
Parkausweis für Menschen mit Behinderung – Welche Unterschiede gibt es in Deutschland und Europa?
Für Menschen mit Behinderung können kurze Wege und ein barrierefreier Zugang entscheidend für die selbstständige Teilhabe am Alltag sein. Deshalb gibt es in Deutschland verschiedene Parkausweise, die besondere Parkerleichterungen ermöglichen. Viele Betroffene wissen jedoch nicht, welcher Ausweis für sie infrage kommt und welche Rechte damit verbunden sind. In diesem Beitrag erklären wir die Unterschiede zwischen dem blauen EU-Parkausweis und dem orangefarbenen Parkausweis sowie deren Gültigkeit in Deutschland und Europa. Der blaue EU-Parkausweis Der blaue Parkausweis ist der bekannteste Behindertenparkausweis. Er wird europaweit anerkannt und ermöglicht zahlreiche Parkerleichterungen. Besonders wichtig: Nur dieser Ausweis berechtigt grundsätzlich zum Parken auf offiziell gekennzeichneten Behindertenparkplätzen mit Rollstuhlsymbol. Wer erhält den blauen EU-Parkausweis? Anspruch haben in der Regel Menschen mit: Merkzeichen aG (außergewöhnliche Gehbehinderung) Merkzeichen Bl (Blindheit) beidseitiger Amelie oder Phokomelie vergleichbaren schweren Funktionseinschränkungen der Gliedmaßen Welche Vorteile bietet der blaue Parkausweis? Neben dem Parken auf Behindertenparkplätzen sind unter anderem folgende Erleichterungen möglich: Parken bis zu drei Stunden im eingeschränkten Halteverbot Kostenloses Parken an Parkuhren und Parkscheinautomaten Parken auf Bewohnerparkplätzen unter bestimmten Voraussetzungen Überschreiten von Parkhöchstzeiten in bestimmten Bereichen Parken während freigegebener Ladezeiten in Fußgängerzonen Beispiel aus dem Alltag Herr Müller nutzt einen Rollstuhl und besitzt das Merkzeichen „aG“. Bei einem Arztbesuch kann er direkt auf einem Behindertenparkplatz vor der Praxis parken und spart dadurch einen langen, beschwerlichen Weg. Dies erleichtert ihm die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erheblich. Der orangefarbene Parkausweis Nicht jede Person mit einer erheblichen Mobilitätseinschränkung erfüllt die Voraussetzungen für den blauen EU-Parkausweis. Für viele Betroffene gibt es deshalb den orangefarbenen Parkausweis. Wer kann den orangefarbenen Parkausweis erhalten? Beispielsweise Menschen mit: Merkzeichen G und B hohem Grad der Behinderung (GdB) aufgrund von Einschränkungen der unteren Gliedmaßen schweren Herz- oder Lungenerkrankungen bestimmten chronischen Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa mit entsprechendem GdB künstlichem Darmausgang und künstlicher Harnableitung unter bestimmten Voraussetzungen Welche Rechte bietet der orangefarbene Parkausweis? Die meisten Parkerleichterungen entsprechen denen des blauen Ausweises. Ein wichtiger Unterschied besteht jedoch: Mit dem orangefarbenen Parkausweis darf grundsätzlich nicht auf ausgewiesenen Behindertenparkplätzen mit Rollstuhlsymbol geparkt werden. Beispiel aus dem Alltag Frau Schneider leidet an einer schweren Herz- und Lungenerkrankung. Kurze Wege sind für sie wichtig, sie erfüllt jedoch nicht die Voraussetzungen für das Merkzeichen „aG“. Mit dem orangefarbenen Parkausweis kann sie dennoch viele Parkerleichterungen nutzen und ihre Arzttermine oder Einkäufe leichter erledigen. Gültigkeit in Deutschland und Europa Parkausweis Gültigkeit Blauer EU-Parkausweis Deutschland und nahezu alle europäischen Länder Orangefarbener Parkausweis Grundsätzlich nur Deutschland Regionale Sonderausweise (z. B. gelb) Je nach Bundesland unterschiedlich Der blaue EU-Parkausweis wird in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in vielen weiteren europäischen Ländern anerkannt. Wer regelmäßig ins Ausland reist, sollte sich dennoch vorab über die jeweiligen nationalen Regelungen informieren. Wie wird der Parkausweis beantragt? Der Antrag erfolgt in der Regel bei der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde oder dem Straßenverkehrsamt. Benötigt werden häufig: Schwerbehindertenausweis aktueller Bescheid des Versorgungsamtes Personalausweis Passfoto (für den blauen EU-Parkausweis) Die Ausstellung ist in vielen Kommunen kostenfrei. Fazit Der richtige Parkausweis kann den Alltag von Menschen mit Behinderung deutlich erleichtern. Während der blaue EU-Parkausweis europaweit gültig ist und das Parken auf Behindertenparkplätzen erlaubt, bietet der orangefarbene Parkausweis zahlreiche Parkerleichterungen innerhalb Deutschlands, jedoch ohne die Nutzung der meisten Behindertenparkplätze. Wer unsicher ist, welcher Parkausweis infrage kommt, sollte sich bei der zuständigen Behörde oder einer unabhängigen Beratungsstelle informieren. Die passenden Nachteilsausgleiche helfen dabei, Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten. BPD24 unterstützt Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen dabei, passende Hilfen und Leistungen zu finden – damit Teilhabe und Selbstbestimmung im Alltag gelingen.
Schwerbehindertenausweis mit Wertmarke – Mehr Mobilität und Vorteile im Alltag
Viele Menschen kennen den Schwerbehindertenausweis, wissen jedoch nicht, welche zusätzlichen Vorteile ein Beiblatt mit Wertmarke bieten kann. Gerade für Menschen mit Behinderung, die regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel nutzen, kann die Wertmarke eine große finanzielle Entlastung darstellen. Was ist die Wertmarke? Die Wertmarke ist ein Beiblatt zum Schwerbehindertenausweis. Zusammen mit dem Ausweis berechtigt sie zur unentgeltlichen Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), also beispielsweise von Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen und Regionalzügen. Voraussetzung sind bestimmte Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis. Wer kann eine Wertmarke erhalten? Eine Wertmarke können Menschen beantragen, die in ihrem Schwerbehindertenausweis eines der folgenden Merkzeichen eingetragen haben: G (erhebliche Gehbehinderung) aG (außergewöhnliche Gehbehinderung) H (hilflos) Bl (blind) Gl (gehörlos) Je nach Merkzeichen und persönlicher Situation kann die Wertmarke kostenpflichtig oder kostenlos sein. Was kostet die Wertmarke? Derzeit kostet die Wertmarke: 53 Euro für 6 Monate 104 Euro für 12 Monate Menschen mit den Merkzeichen H oder Bl erhalten die Wertmarke in der Regel kostenlos. Auch Bezieher von Grundsicherung, Sozialhilfe oder Bürgergeld können unter bestimmten Voraussetzungen eine kostenfreie Wertmarke erhalten. Praktische Beispiele aus dem Alltag Beispiel 1: Regelmäßige Arztbesuche Herr M. aus Mönchengladbach besitzt einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen G. Er fährt mehrmals im Monat zu Fachärzten und Therapien. Durch die Wertmarke kann er Busse und Regionalbahnen nutzen, ohne jedes Mal ein Ticket kaufen zu müssen. Beispiel 2: Freizeit und soziale Teilhabe Frau S. hat das Merkzeichen aG und besucht regelmäßig Freunde in Nachbarstädten. Dank der Wertmarke kann sie flexibel öffentliche Verkehrsmittel nutzen und bleibt aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligt. Beispiel 3: Kostenlose Begleitperson Herr K. hat zusätzlich das Merkzeichen B. Dadurch darf eine Begleitperson kostenlos mitfahren. Das erleichtert Arzttermine, Behördengänge oder Ausflüge erheblich. Wie beantragt man die Wertmarke? Die Wertmarke wird bei der zuständigen Behörde beziehungsweise dem Versorgungsamt beantragt. Oft wird das notwendige Beiblatt bereits zusammen mit dem Schwerbehindertenausweis verschickt oder kann nachträglich beantragt werden. Unterstützung durch BPD24 Viele Menschen mit Behinderung oder deren Angehörige wissen nicht, welche Leistungen und Nachteilsausgleiche ihnen zustehen. Die Experten von BPD24 unterstützen Sie dabei, Ansprüche zu erkennen, Anträge richtig zu stellen und passende Hilfen für den Alltag zu finden. Ob Persönliches Budget, Assistenzleistungen oder Fragen rund um den Schwerbehindertenausweis – eine individuelle Beratung kann helfen, die vorhandenen Möglichkeiten optimal zu nutzen. BPD24 – Gemeinsam mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität erreichen.
Urlaub mit Pflegebedarf: Reisetipps für Menschen mit Behinderung
Ein Urlaub bedeutet Erholung, neue Eindrücke und gemeinsame Zeit mit der Familie oder Freunden. Auch Menschen mit Behinderung oder Pflegebedarf sollen die Möglichkeit haben, unbeschwert zu reisen. Mit der richtigen Planung lassen sich viele Hürden vermeiden und entspannte Reisen ermöglichen. Bei BPD24 wissen wir, wie wichtig Unterstützung im Alltag und auf Reisen sein kann. Deshalb haben wir hilfreiche Tipps zusammengestellt, damit der nächste Urlaub sicher, barrierefrei und angenehm wird. Frühzeitig planen Gerade bei Reisen mit Pflegebedarf lohnt sich eine frühzeitige Organisation. Viele barrierefreie Unterkünfte oder spezielle Angebote sind schnell ausgebucht. Wichtige Punkte bei der Planung: Ist die Unterkunft wirklich barrierefrei? Gibt es einen Aufzug oder ebenerdigen Zugang? Sind Pflegehilfsmittel vor Ort vorhanden? Gibt es in der Nähe Ärzte, Apotheken oder Pflegedienste? Können Assistenzpersonen mitreisen? Tipp: Lassen Sie sich Fotos vom Badezimmer, Eingang und Schlafzimmer schicken. „Barrierefrei“ bedeutet nicht überall dasselbe. Das passende Reiseziel wählen Nicht jede Reise muss weit entfernt sein. Oft bieten nahegelegene Regionen besonders entspannte Möglichkeiten. Beispiele für geeignete Reiseziele Nordseeurlaub mit Rollstuhl Viele Orte an der Nordsee bieten: barrierefreie Promenaden Strandrollstühle behindertengerechte Hotels ruhige Erholungsmöglichkeiten Besonders beliebt sind Kurorte mit guter medizinischer Versorgung. Ferienwohnung im Sauerland Für Familien oder Menschen mit Assistenzbedarf eignen sich barrierefreie Ferienhäuser oft besser als Hotels. Dort gibt es: mehr Platz eigene Küche Ruhe und Privatsphäre flexible Tagesgestaltung Städtereisen mit guter Infrastruktur Große Städte wie Berlin oder Hamburg verfügen häufig über: barrierefreie öffentliche Verkehrsmittel rollstuhlgerechte Museen inklusive Freizeitangebote viele barrierefreie Hotels Pflege und Medikamente organisieren Vor der Reise sollte geprüft werden: Reichen Medikamente für die gesamte Reisezeit? Werden Kühlmöglichkeiten benötigt? Sind Rezepte oder ärztliche Unterlagen notwendig? Gibt es Hilfsmittel wie Duschstuhl, Pflegebett oder Rollstuhl vor Ort? Wichtig: Medikamente und wichtige Dokumente gehören immer ins Handgepäck. Mit dem Auto reisen Viele Menschen mit Behinderung fühlen sich bei Autofahrten flexibler und sicherer. Praktische Tipps: regelmäßige Pausen einplanen behindertengerechte Raststätten recherchieren Hilfsmittel sicher verstauen Notfallkontakte griffbereit haben Für längere Fahrten kann auch eine zweite Begleitperson hilfreich sein. Flugreisen gut vorbereiten Auch Flugreisen sind mit Pflegebedarf möglich. Viele Flughäfen bieten Unterstützung an. Dazu gehören: Rollstuhlservice Begleitung bis zum Gate bevorzugtes Boarding Hilfe beim Gepäck Wichtig ist, den Unterstützungsbedarf frühzeitig bei der Fluggesellschaft anzumelden. Reisen mit persönlicher Assistenz Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf profitieren oft davon, wenn eine vertraute Assistenzperson mitreist. Beispiel:Eine Kundin von BPD24 wollte trotz Pflegebedarf erstmals wieder Urlaub machen. Gemeinsam mit ihrer Assistenz konnte sie eine barrierefreie Ferienwohnung buchen und mehrere Tage an der Ostsee verbringen. Durch die vertraute Unterstützung fühlte sie sich sicher und konnte die Reise entspannt genießen. Finanzielle Unterstützung prüfen In manchen Fällen können Leistungen genutzt werden: Verhinderungspflege Entlastungsbetrag Persönliches Budget Zuschüsse von Stiftungen oder Vereinen Es lohnt sich, vor der Reise bei der Pflegekasse oder Beratungsstellen nachzufragen. Fazit Menschen mit Behinderung oder Pflegebedarf müssen nicht auf Reisen verzichten. Mit guter Vorbereitung, passenden Unterkünften und zuverlässiger Unterstützung wird Urlaub für alle Beteiligten entspannter. Ob Erholung am Meer, ein Familienurlaub oder ein Wochenendausflug – barrierefreies Reisen wird heute glücklicherweise immer besser möglich. Weitere Informationen und Unterstützung rund um Assistenz, Pflege und Alltag finden Sie bei BPD24. Reisen mit persönlicher Assistenz Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf profitieren oft davon, wenn eine vertraute Assistenzperson mitreist. Beispiel:Eine Kundin von BPD24 wollte trotz Pflegebedarf erstmals wieder Urlaub machen. Gemeinsam mit ihrer Assistenz konnte sie eine barrierefreie Ferienwohnung buchen und mehrere Tage an der Ostsee verbringen. Durch die vertraute Unterstützung fühlte sie sich sicher und konnte die Reise entspannt genießen. Finanzielle Unterstützung prüfen In manchen Fällen können Leistungen genutzt werden: Verhinderungspflege Entlastungsbetrag Persönliches Budget Zuschüsse von Stiftungen oder Vereinen Es lohnt sich, vor der Reise bei der Pflegekasse oder Beratungsstellen nachzufragen. Fazit Menschen mit Behinderung oder Pflegebedarf müssen nicht auf Reisen verzichten. Mit guter Vorbereitung, passenden Unterkünften und zuverlässiger Unterstützung wird Urlaub für alle Beteiligten entspannter. Ob Erholung am Meer, ein Familienurlaub oder ein Wochenendausflug – barrierefreies Reisen wird heute glücklicherweise immer besser möglich. Weitere Informationen und Unterstützung rund um Assistenz, Pflege und Alltag finden Sie bei BPD24.
Barrierefreies Wohnen: Anpassungen für ein sicheres Zuhause
Ein sicheres und barrierefreies Zuhause bedeutet mehr Lebensqualität, Selbstständigkeit und Sicherheit im Alltag. Gerade für Menschen mit Behinderung, Pflegebedarf oder im Alter können schon kleine Anpassungen einen großen Unterschied machen. Viele Betroffene möchten möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben – mit den richtigen Hilfsmitteln und Umbauten ist das oft problemlos möglich. Warum barrierefreies Wohnen wichtig ist Treppen, hohe Einstiege oder enge Türen wirken für viele Menschen selbstverständlich. Für Personen mit körperlichen Einschränkungen können sie jedoch schnell zur täglichen Herausforderung oder sogar zur Gefahr werden. Barrierefreies Wohnen hilft dabei: Stürze und Unfälle zu vermeiden die Selbstständigkeit zu erhalten Angehörige zu entlasten Pflege im eigenen Zuhause zu erleichtern mehr Komfort und Sicherheit im Alltag zu schaffen Dabei muss nicht immer sofort groß umgebaut werden. Oft reichen bereits kleinere Veränderungen aus. Beispiele für barrierefreie Anpassungen Badezimmer sicher gestalten Das Badezimmer gehört zu den häufigsten Unfallorten im Haushalt. Hier können bereits einfache Maßnahmen helfen: Haltegriffe an Toilette und Dusche rutschfeste Matten bodengleiche Dusche Duschstuhl oder Badewannenlift erhöhte Toilettensitze Beispiel:Herr K. aus Mönchengladbach hatte nach einer Knieoperation Schwierigkeiten beim Einstieg in die Badewanne. Durch den Einbau einer bodengleichen Dusche konnte er wieder selbstständig duschen und fühlte sich deutlich sicherer. Stolperfallen entfernen Lose Teppiche, Kabel oder hohe Türschwellen erhöhen das Sturzrisiko erheblich. Hilfreiche Maßnahmen: Teppiche fixieren oder entfernen Kabel ordentlich verlegen Türschwellen absenken gute Beleuchtung installieren Bewegungsmelder im Flur nutzen Beispiel:Eine ältere Dame stürzte mehrfach über eine Teppichkante im Wohnzimmer. Nach der Entfernung der Teppiche und dem Einbau zusätzlicher LED-Beleuchtung konnte das Risiko deutlich reduziert werden. Küche anpassen Auch die Küche kann barrierefrei gestaltet werden: höhenverstellbare Arbeitsflächen leicht erreichbare Schränke ausziehbare Regale Herd mit Abschaltautomatik genügend Bewegungsfläche für Rollstuhl oder Rollator So bleibt das eigenständige Kochen länger möglich. Treppen und Eingänge erleichtern Treppen stellen oft eine große Hürde dar. Mögliche Lösungen sind: Handläufe auf beiden Seiten Treppenlifte Rampen statt Stufen automatische Türöffner verbreiterte Eingänge Beispiel:Nach einem Schlaganfall konnte Frau M. ihre Wohnung im ersten Stock kaum noch verlassen. Ein Treppenlift ermöglichte ihr wieder mehr Bewegungsfreiheit und soziale Teilhabe. Digitale Unterstützung im Alltag Moderne Technik kann den Alltag zusätzlich erleichtern: Sprachsteuerung für Licht und Rollläden Hausnotrufsysteme intelligente Türkameras automatische Beleuchtung Medikamentenerinnerungen per App Gerade alleinlebende Menschen gewinnen dadurch mehr Sicherheit. Finanzierungsmöglichkeiten nutzen Viele Menschen wissen nicht, dass bestimmte Umbaumaßnahmen finanziell unterstützt werden können. Je nach Situation kommen Zuschüsse oder Leistungen infrage, zum Beispiel durch: die Pflegekasse das Persönliche Budget Integrationshilfen Förderprogramme für barrierefreies Wohnen Eine individuelle Beratung hilft dabei, passende Möglichkeiten zu finden und Anträge richtig zu stellen. Unterstützung durch BPD24 Auf dem Weg zu einem barrierefreien Zuhause müssen Betroffene und Angehörige nicht alleine bleiben. BPD24 unterstützt Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf deutschlandweit bei der Organisation passender Hilfen und individueller Unterstützung im Alltag. Gemeinsam lässt sich ein Zuhause schaffen, das Sicherheit, Komfort und Selbstständigkeit miteinander verbindet.
Geschwister von Kindern mit Behinderung: Wichtige Tipps für den Familienalltag
In Familien mit einem Kind mit Behinderung verändert sich der Alltag oft für alle Familienmitglieder. Besonders Geschwisterkinder übernehmen häufig früh Verantwortung, erleben starke Emotionen oder fühlen sich manchmal übersehen. Gleichzeitig entwickeln viele Kinder ein großes Maß an Empathie, Verständnis und Zusammenhalt. Damit Geschwisterkinder emotional gestärkt aufwachsen können, ist es wichtig, ihre Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen und ihnen Raum für ihre eigenen Gefühle und Wünsche zu geben. Warum Geschwisterkinder besondere Aufmerksamkeit brauchen? Wenn ein Kind intensive Unterstützung benötigt, dreht sich der Familienalltag oft um Therapien, Arzttermine oder Pflege. Geschwister erleben dadurch manchmal: weniger gemeinsame Zeit mit den Eltern, Sorgen um Bruder oder Schwester, Schuldgefühle wegen eigener Wünsche, Eifersucht oder Frustration, oder das Gefühl, „funktionieren zu müssen“. Diese Gefühle sind vollkommen normal und sollten offen angesprochen werden. Offene Gespräche helfen der ganzen Familie Kinder verstehen oft mehr, als Erwachsene denken. Deshalb hilft es, altersgerecht über die Behinderung oder Erkrankung zu sprechen. Beispiel: Die kleine Emma fragt, warum ihr Bruder Leo nicht sprechen kann. Statt auszuweichen, erklären die Eltern ruhig:„Leo lernt manche Dinge langsamer. Deshalb braucht er bei einigen Sachen Hilfe.“ Durch ehrliche Gespräche entstehen weniger Ängste und Missverständnisse. Jedes Kind braucht exklusive Zeit Geschwisterkinder wünschen sich oft ungeteilte Aufmerksamkeit. Schon kleine gemeinsame Momente können viel bewirken. Beispiele: gemeinsam ein Eis essen, zusammen Fußball spielen, ein Vorleseabend nur mit Mama oder Papa, oder ein kleiner Ausflug am Wochenende. Wichtig ist nicht die Dauer, sondern die bewusste Zeit miteinander. Gefühle ernst nehmen Geschwister dürfen auch traurig, wütend oder genervt sein. Viele Kinder trauen sich jedoch nicht, negative Gefühle auszusprechen, weil sie ihre Eltern nicht zusätzlich belasten möchten. Eltern sollten daher regelmäßig nachfragen: „Wie geht es dir damit?“ „Was wünschst du dir gerade?“ „Gibt es etwas, das dich traurig macht?“ Offene Gespräche schaffen Vertrauen und entlasten Kinder emotional. Verantwortung altersgerecht verteilen Viele Geschwister helfen gerne im Alltag mit. Trotzdem sollten Kinder nicht zu früh zu viel Verantwortung übernehmen. Beispiel: Eine 10-jährige Schwester kann beim Anziehen helfen oder mit ihrem Bruder spielen. Sie sollte jedoch nicht dauerhaft Aufgaben übernehmen, die Erwachsene leisten müssen. Kinder brauchen genügend Zeit für Schule, Freunde und Freizeit. Unterstützung von außen annehmen Familien müssen nicht alles alleine schaffen. Entlastungsangebote können helfen, mehr gemeinsame Familienzeit zu ermöglichen. Dazu gehören beispielsweise: Familienbegleitung, stundenweise Betreuung, Assistenzleistungen, Beratungsangebote, oder gemeinsame Freizeitaktivitäten. Gerade durch zusätzliche Unterstützung bleibt oft mehr Zeit für Geschwisterkinder und den Familienzusammenhalt. Geschwister stärken das Familienleben Geschwister von Kindern mit Behinderung entwickeln häufig besondere soziale Fähigkeiten. Viele lernen früh: Rücksichtnahme, Geduld, Hilfsbereitschaft, und ein starkes Verantwortungsgefühl. Damit diese Stärke gesund wachsen kann, brauchen auch sie Aufmerksamkeit, Verständnis und emotionale Unterstützung. Fazit Ein Familienalltag mit einem Kind mit Behinderung bringt besondere Herausforderungen mit sich – aber auch viele wertvolle Momente. Geschwisterkinder sollten dabei nicht vergessen werden. Offene Gespräche, gemeinsame Zeit und kleine Entlastungen im Alltag helfen der ganzen Familie. Denn wenn alle Familienmitglieder gesehen und unterstützt werden, entsteht ein stärkeres und liebevolleres Miteinander. Weitere Informationen rund um Unterstützung im Familienalltag finden Sie auf BPD24
Pflegegeld – Leistungen und Tipps: Alles über Ansprüche und Antragstellung
Pflegebedürftigkeit verändert den Alltag – sowohl für Betroffene als auch für Angehörige. Umso wichtiger ist es, finanzielle Unterstützung und passende Hilfen frühzeitig zu beantragen. Das sogenannte Pflegegeld hilft Menschen mit Pflegegrad dabei, die häusliche Pflege selbst zu organisieren und Angehörige oder vertraute Personen einzubinden. In diesem Beitrag erfahren Sie, wer Anspruch auf Pflegegeld hat, wie die Antragstellung funktioniert und welche Leistungen Ihnen zustehen. Was ist Pflegegeld? Pflegegeld ist eine finanzielle Leistung der Pflegekasse. Es wird an pflegebedürftige Menschen gezahlt, die zu Hause von Angehörigen, Freunden oder anderen privaten Pflegepersonen betreut werden. Das Pflegegeld soll dabei helfen, die häusliche Versorgung zu sichern und den Pflegeaufwand zumindest teilweise finanziell auszugleichen. Wichtig: Pflegegeld wird nicht automatisch ausgezahlt – es muss beantragt werden. Wer hat Anspruch auf Pflegegeld? Anspruch auf Pflegegeld haben Menschen, die: einen anerkannten Pflegegrad (mindestens Pflegegrad 2) besitzen, zu Hause gepflegt werden, und die Pflege überwiegend durch Angehörige oder private Personen erfolgt. Die Höhe des Pflegegeldes richtet sich nach dem jeweiligen Pflegegrad. Pflegegeld 2026 – Wie hoch sind die Leistungen? Pflegegrad Pflegegeld pro Monat Pflegegrad 1 kein Pflegegeld Pflegegrad 2 347 € Pflegegrad 3 599 € Pflegegrad 4 800 € Pflegegrad 5 990 € Zusätzlich können weitere Leistungen genutzt werden, zum Beispiel: Entlastungsbetrag Verhinderungspflege Kurzzeitpflege Pflegehilfsmittel Tages- und Nachtpflege Beispiel aus dem Alltag Frau Müller ist 78 Jahre alt und lebt weiterhin in ihrer Wohnung. Aufgrund von Arthrose und Gleichgewichtsproblemen benötigt sie Hilfe beim Einkaufen, Duschen und Anziehen. Ihre Tochter unterstützt sie täglich nach der Arbeit. Nach der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst erhält Frau Müller Pflegegrad 2. Dadurch bekommt sie monatlich Pflegegeld und kann zusätzlich Unterstützungsangebote für den Alltag nutzen. So wird die Tochter entlastet und Frau Müller kann weiterhin in ihrem vertrauten Zuhause bleiben. Wie beantragt man Pflegegeld? Die Antragstellung erfolgt bei der Pflegekasse. Diese ist meist direkt bei der Krankenkasse angesiedelt. Schritt 1: Antrag stellen Ein kurzer Anruf bei der Krankenkasse genügt oft zunächst. Alternativ kann der Antrag schriftlich gestellt werden. Schritt 2: Begutachtung durch den Medizinischen Dienst Der Medizinische Dienst (MD) prüft, wie selbstständig die betroffene Person im Alltag ist. Dabei werden unter anderem folgende Bereiche bewertet: Mobilität Körperpflege Ernährung Orientierung Kommunikation Umgang mit Krankheiten Schritt 3: Pflegegrad erhalten Nach der Begutachtung entscheidet die Pflegekasse über den Pflegegrad und die Höhe der Leistungen. Wichtige Tipps zur Begutachtung Viele Betroffene unterschätzen ihren Unterstützungsbedarf. Deshalb ist eine gute Vorbereitung wichtig. Hilfreiche Tipps: Pflegetagebuch führen Ehrlich über Schwierigkeiten sprechen Angehörige beim Termin dabei haben Nichts beschönigen Regelmäßige Hilfeleistungen notieren Pflegegeld und zusätzliche Unterstützung kombinieren Viele Familien wissen nicht, dass Pflegegeld mit weiteren Leistungen kombiniert werden kann. Zum Beispiel: Unterstützung im Haushalt Begleitung zu Arztterminen Hilfe beim Einkaufen Betreuung im Alltag Entlastung für Angehörige Gerade für Familienangehörige bedeutet das oft eine große Erleichterung. Unterstützung durch BPD24 Die Antragstellung und Organisation der Pflege kann kompliziert wirken. Genau hier unterstützt BPD24 Familien und Pflegebedürftige im Alltag. Ob Beratung, Unterstützung bei Anträgen oder Hilfe bei der Organisation der häuslichen Versorgung – gemeinsam finden wir passende Lösungen für Ihre individuelle Situation. Fazit Pflegegeld bietet wichtige finanzielle Unterstützung für Menschen, die zu Hause gepflegt werden. Wer frühzeitig einen Antrag stellt und seine Ansprüche kennt, kann viele zusätzliche Hilfen nutzen und den Pflegealltag deutlich erleichtern. Besonders wichtig ist es, sich rechtzeitig beraten zu lassen und vorhandene Leistungen vollständig auszuschöpfen.