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BPD24 – Betreuung & Pflege & Assistenz GmbH

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Pflegende Angehörige entlasten – Welche Unterstützung gibt es?
Entlastung für pflegende Angehörige durch Unterstützung im Alltag

Pflegende Angehörige entlasten – Welche Unterstützung gibt es?

Die Pflege eines Angehörigen ist für viele Menschen eine Herzensangelegenheit. Gleichzeitig bedeutet sie oft eine enorme körperliche, seelische und organisatorische Belastung. Termine koordinieren, Medikamente verwalten, Arztbesuche begleiten oder bei der Körperpflege unterstützen – all das kostet Zeit und Kraft.

Damit pflegende Angehörige nicht dauerhaft überlastet werden, gibt es in Deutschland zahlreiche Unterstützungsangebote. Viele dieser Leistungen werden von der Pflegeversicherung übernommen und können den Alltag deutlich erleichtern.

Die Herausforderungen pflegender Angehöriger

Rund 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt – häufig durch Angehörige. Viele pflegen neben ihrem Beruf oder kümmern sich zusätzlich um Kinder und den Haushalt.

Typische Belastungen sind:

  • körperliche Erschöpfung
  • psychischer Stress
  • Schlafmangel
  • fehlende Freizeit
  • finanzielle Sorgen
  • soziale Isolation

Deshalb ist es wichtig, frühzeitig Unterstützung anzunehmen.

Persönliche Assistenz

Menschen mit Behinderung oder hohem Unterstützungsbedarf können durch persönliche Assistenz ein selbstbestimmtes Leben führen. Gleichzeitig werden Angehörige entlastet, da viele Aufgaben von qualifizierten Assistenzkräften übernommen werden können.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Unterstützung im Haushalt
  • Begleitung zu Arztterminen
  • Hilfe bei Freizeitaktivitäten
  • Unterstützung bei der Körperpflege
  • Begleitung im Alltag

So bleibt mehr Zeit für gemeinsame Momente als Familie, anstatt sich ausschließlich um die Pflege kümmern zu müssen.

Ambulante Pflegedienste

Ein ambulanter Pflegedienst übernimmt auf Wunsch medizinische und pflegerische Aufgaben direkt zu Hause.

Beispiele:

  • Medikamentengabe
  • Wundversorgung
  • Körperpflege
  • An- und Ausziehen
  • Kompressionsstrümpfe anlegen

Dadurch können Angehörige Beruf, Familie und Pflege besser miteinander vereinbaren.

Verhinderungspflege

Auch pflegende Angehörige brauchen Urlaub oder werden selbst einmal krank.

Die Verhinderungspflege ermöglicht es, dass eine Ersatzpflege organisiert wird, wenn die Hauptpflegeperson vorübergehend ausfällt.

Beispiel

Frau Schneider pflegt seit Jahren ihren Ehemann. Für eine Woche Urlaub übernimmt eine Ersatzpflegekraft die Betreuung. So kann sie neue Kraft tanken, ohne sich Sorgen machen zu müssen.

Kurzzeitpflege

Nach einem Krankenhausaufenthalt oder in besonderen Situationen kann eine vorübergehende Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung sinnvoll sein.

Die Kurzzeitpflege bietet eine zeitlich begrenzte Betreuung, bis die Versorgung zu Hause wieder möglich ist.

Tages- und Nachtpflege

Nicht immer ist eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung notwendig.

Viele Pflegebedürftige besuchen tagsüber eine Tagespflegeeinrichtung und verbringen den Abend wieder zu Hause.

Dort werden sie unter anderem:

  • betreut,
  • beschäftigt,
  • medizinisch begleitet,
  • verpflegt.

 

Angehörige gewinnen dadurch Zeit für Beruf, Erledigungen oder Erholung.

Entlastungsbetrag nutzen

Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 haben Anspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag.

Dieser kann beispielsweise eingesetzt werden für:

  • Betreuungsangebote
  • Haushaltshilfen
  • Alltagsbegleitung
  • anerkannte Unterstützungsangebote

 

Viele Familien nutzen diese Leistung jedoch gar nicht, obwohl sie ihnen zusteht.

Pflegekurse für Angehörige

Pflegekassen bieten kostenlose Pflegekurse an.

Dort lernen Angehörige unter anderem:

  • rückenschonendes Arbeiten
  • sichere Lagerung
  • richtige Körperpflege
  • Umgang mit Demenz
  • Hilfsmittel richtig einsetzen

 

Das vermittelt Sicherheit und erleichtert den Pflegealltag.

Beispiele aus dem Alltag

Beruf und Pflege vereinbaren

Herr Müller arbeitet Vollzeit und pflegt seine Mutter. Ein ambulanter Pflegedienst übernimmt morgens die Grundpflege. So kann Herr Müller weiterhin arbeiten und weiß seine Mutter gut versorgt.

Mehr Zeit für die Familie

Familie Becker nutzt persönliche Assistenz für ihren erwachsenen Sohn mit Behinderung. Die Eltern gewinnen wieder Freiräume für gemeinsame Unternehmungen und können sich bewusst Zeit füreinander nehmen.

Erholung ohne schlechtes Gewissen

Während einer zweiwöchigen Reise wird die Pflege über die Verhinderungspflege organisiert. Nach dem Urlaub kehrt die pflegende Angehörige erholt zurück und kann die Betreuung mit neuer Energie fortsetzen.

Unterstützung anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche

Viele Angehörige glauben, sie müssten alles alleine schaffen. Doch wer dauerhaft über seine Grenzen geht, gefährdet die eigene Gesundheit.

 

Unterstützung anzunehmen bedeutet nicht, Verantwortung abzugeben – sondern langfristig die bestmögliche Versorgung sicherzustellen.

Fazit

Pflegende Angehörige leisten Tag für Tag einen unschätzbaren Beitrag. Damit sie diese Aufgabe langfristig bewältigen können, gibt es zahlreiche Unterstützungsangebote – von persönlicher Assistenz über ambulante Pflegedienste bis hin zu Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege und Beratungsangeboten.

BPD24 begleitet Menschen mit Behinderung und ihre Familien auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben.

Gemeinsam finden wir individuelle Lösungen, die den Alltag erleichtern und pflegende Angehörige spürbar entlasten. Denn gute Unterstützung hilft nicht nur den Pflegebedürftigen, sondern der ganzen Familie.

Hassan Shehata, Geschäftsführer und Gründer von BPD24

Hassan Shehata

Geschäftsführer

Sabrina Dornean, Assistenz der Geschäftsleitung bei BPD24

Sabrina Dornean

Assistenz der Geschäftsleitung